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Mutterglück senkt Krebsrisiko

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30.12.2022

Gebärmutterkörperkrebs ist die sechsthäufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Eine australische Studie konnte nun zeigen, dass Geburten das Erkrankungsrisiko deutlich senken können.

Mutter mit drei Kindern

 

Frühere Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen dem Risiko für Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom), dem Body-Mass-Index (BMI) und reproduktiven Faktoren besteht. Zu letzteren zählen: Alter bei der Menarche (erste Regelblutung), Anzahl der Lebendgeburten, Alter bei der letzten Lebendgeburt, Anzahl der fruchtbaren Jahre, Alter bei der Menopause sowie hormonelle Verhütung.

Dr. Gunn-Helen Moen von der University of Queens und ihr Team versuchten Licht in diese komplexen Zusammenhänge zu bringen. Hierzu nutzten sie die sogenannte Mendelsche Randomisierung (MR), die auch genetische Marker berücksichtigt. Als Datenquellen dienten die Biobank (UKBB)und das Nationale Krebsregister Großbritanniens. Auf diese Weise konnten die Forschenden medizinische Daten von rund 273.000 Frauen auswerten.

Übergewicht kann Krebsrisiko erhöhen

Die Analysen bestätigten, dass folgende Faktoren das Risiko für Gebärmutterkörperkrebs unabhängig voneinander erhöhten: hoher BMI, frühe Menarche und späte Menopause.

Geburten können Risiko für Gebärmutterkörperkrebs halbieren

Trugen Frauen dagegen mehrere Schwangerschaften aus, so sank das Krebsrisiko um bis zu 47 %. Ein hohes Alter (über 40 Jahre) bei der letzten Geburt war hierbei ebenfalls von Vorteil. Obwohl Beobachtungsstudien auch schützende Effekte bei hormoneller Verhütung zeigen, konnten die Forschenden dies mit der MR-Analyse nicht bestätigen.

Quelle: D’Urso, S., Arumugam, P., Weider, T. et al. Mendelian randomization analysis of factors related to ovulation and reproductive function and endometrial cancer risk. BMC Med 20, 419 (2022).

Autor/Autoren: äin-red

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