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Kinderwunsch und Schwangerschaft

Frauenärzte am Bürgerpark in Ansbach
Schon vor dem ersten Herzschlag

…beginnt für die meisten Paare eine aufregende Zeit. Wir freuen uns, wenn wir Sie bereits von Anfang an als einfühlsamer und kompetenter Partner auf diesem Weg begleiten dürfen. Wir beraten Sie daher gerne schon vor der Schwangerschaft und geben Ihnen somit die Möglichkeit unser Team in Ruhe und angenehmer Atmosphäre Kennenzulernen.

Ihre Gedanken und Gefühle, Ihre Sehnsüchte, Ängste und natürlich Ihre Fragen zum Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt sind für uns genauso wichtig, wie die notwendigen medizinischen Untersuchungen. So gelingt es uns gemeinsam mit Ihnen bereits von Beginn an optimale medizinische Voraussetzungen für Sie und ihr ungeborenes Kind zu schaffen

Wenden Sie sich auch dann gerne frühzeitig an uns, wenn Ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Unser ärztliches Team steht Ihnen bei diesem sensiblen Thema gerne mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und einem großen Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Seite. Oftmals bedarf es nur kleiner Maßnahmen um aus dem Kinderwunsch ein Wunschkind entstehen zu lassen.

Neun Monate voller intensiver und aufregender Momente

… liegen zwischen dem positiven Schwangerschaftstest und dem ersten Schrei Ihres Babys. Dabei ist jede Schwangerschaft genauso einzigartig wie das heranwachsende Kind. Es ist daher unser Anspruch Sie in dieser Zeit individuell, einfühlsam und nach Ihren Wünschen zu begleiten.
Durch zahlreiche Spezialisierungen und Weiterbildungen hat sich unser erfahrenes Ärzteteam zu einem kompetenten Partner in allen Belangen von Schwangerschaft und Geburt entwickelt. Sie und ihr Kind befinden sich bei uns in bestens geschulten Händen.


Um das Wertvollste im Leben von Anfang an bestmöglich zu beschützen und zu begleiten, haben wir für Sie unseren umfangreichen Leistungskatalog „Schwangerschaft plus“ erstellt. Wir empfehlen, dass Sie aus diesem mit Ihrer behandelnden Ärztin bzw. mit Ihrem behandelnden Arzt die für Sie und Ihr Baby individuell sinnvollen Zusatzleistungen über die Mutterschaftsrichtlinien hinaus auswählen. Bei der Empfehlung der Zusatzleistungen orientieren wir uns selbstverständlich an den geltenden Leitlinien sowie den aktuellen Empfehlungen der gynäkologischen Fachgesellschaften.
Unsere Leistungen
Schwangerschaft "Basic" - Gesetzliche Leistungen

Untersuchung und Beratung während der Schwangerschaft, zunächst in ca. 4-wöchigem Abstand und später, je nach Schwangerschaftsverlauf, im 2-Wochen Intervall. Dabei wird neben der vollumfänglichen Anamnese innerhalb der Erstuntersuchung, die Scheide und Gebärmutter untersucht.

Neben den typischen, regelmäßig anfallenden Untersuchungen bei den Vorsorgeterminen wie Blutdruckmessung, Urinuntersuchung, Gewichtskontrolle, Ausschluss Chlamydieninfektion, Hämoglobinbestimmung – Eisenwert sowie Blutuntersuchungen, werden zu Beginn der Schwangerschaft die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt. Außerdem wird ein Antikörpersuchtest durchgeführt, wodurch eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festgellt werden kann. Dieser Test wird zwischen der 24. Und der 27. SSW wiederholt.

Darüber hinaus sind ein Suchtest auf Geschlechtskrankheiten (Lues Suchreaktion – LSR) und ein Test auf „Röteln-Antikörper“ (sollten keine zwei Impfungen oder spezifische Antikörper nachgewiesen werden können) gesetzlich vorgeschrieben.
Eine zusätzliche Untersuchung auf HIV (AIDS Virus) ist empfehlenswert!
Nach Abschluss der 32. SSW wird erneut eine Blutuntersuchung durchgeführt, wodurch eventuell bestehende Infektionen mit dem Hepatitis B Virus aufgedeckt werden können, da eine solche Infektion unter der Geburt zu einer Ansteckung Ihres Kindes führen könnte.

Zu Beginn der Schwangerschaft wird in die ärztliche Beratung auch eine Ernährungsberatung einbezogen. Eine gesunde Ernährung dient neben Ihrer eigenen Gesundheit auch der optimalen Entwicklung Ihres Kindes. Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen, wie z.B. Folsäure, Eisen, Vitamin-D, Jod, Omega 3-Fettsäuren etc.

Darüber hinaus kann eine übermäßige Gewichtszunahme das Risiko für Erkrankungen wie z.B. Diabetes und Bluthochdruck in der Schwangerschaft begünstigen. Auch über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Kariesrisiko klären wir Sie auf.

Während der Schwangerschaft sind drei Beurteilungen der kindlichen Entwicklung per Ultraschall vorgesehen:

  1. Basisultraschall: 09.-12. SSW
  2. Basisultraschall: 19.-22. SSW

    Hier haben Sie die Wahl zwischen der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung, um eventuell Auffälligkeiten zu erkennen
  3. Basisultraschall: 29.-32. SSW

Das Angebot des „Zuckertests“ erfolgt zwischen der 24+0 und 27+6 SSW. Wenn Sie sich hierfür entscheiden, findet zunächst ein Vortest statt, bei dem Sie (nicht nüchtern) ein Glas Wasser mit 50 Gramm Zucker trinken. Sollte daraufhin ein erhöhter Wert gefunden werden, erfolgt im Anschluss zeitnahe ein zweiter Diagnosetest (nüchtern), bei dem Ihnen jeweils Blut aus einer Armvene abgenommen wird. Mögliche Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes sind die sogenannte Präeklampsie oder Geburtskomplikationen.

Damit das Ungeborene möglichst viele Antikörper durch die Plazenta und die Nabelschnur erhält, wird ab dem 3. Schwangerschaftsdrittel standardmäßig allen Schwangeren die Impfung gegen Pertussis (Keuchhusten) angeboten. Somit kann der „Nestschutz“ Ihres Babys nach der Geburt optimiert werden, bevor es selbst geimpft werden kann.

Zum Schutz der Schwangeren vor einer Grippeinfektion mit schwerem Verlauf, wird – je nach Jahreszeit – eine Grippeimpfung empfohlen.

Schwangerschaft "Plus"
Die ab Januar 2021 in Kraft getretene neue Strahlenschutzverordnung sowie die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bestätigt erneut, dass durch Ultraschall keine Gesundheitsbelastung für den Fetus besteht, da die fetale Hirnentwicklung nicht beeinflusst wird und keine sekundären Effekte an fetalen Organen entstehen. Führende Sonografie-Experten sind der Meinung, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen einer höheren Anzahl von Ultraschalluntersuchungen und dem positiven Ausgang der Schwangerschaft besteht. Wir schließen uns dieser medizinisch sinnvollen Empfehlung an und freuen uns daher Ihnen zusätzliche Ultraschalluntersuchungen in 2D sowie 3D/4D anbieten zu können. Sprechen Sie uns an!

Spezielle Infektionskrankheiten der Mutter können bei einem Erstinfekt während der Schwangerschaft die Gesundheit und Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Daher empfehlen wir eine Antikörper-Titerkontrolle im Blut:

  • Toxoplasmose
  • Windpocken
  • Zytomegalie (CMV)
  • Ringelröteln
  • Hepatitis C

Falls keine Antikörper gefunden werden, ist eine weitere Kontrolle im späteren Verlauf der Schwangerschaft empfehlenswert.

Sollte bei Ihnen die Blutgruppe „Rhesus negativ“ festgestellt werden, ist zur Vorbeugung einer Sensibilisierung gegen eine mögliche Rhesus-Positivität Ihres Kindes jeweils eine i.m. Spritze (Rhophlyac) während der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie bei Blutungen in der Schwangerschaft sinnvoll. Wenn der Kindsvater auch „Rhesus negativ“ ist, sind diese Spritzen nicht nötig. Hat der Kindsvater die Blutgruppe „Rhesus positiv“, besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Präna-/Harmony-Tests, die Blutgruppe Ihres Kindes festzustellen.

  • Ersttrimesterscreening (ETS): Mütterlicher Bluttest + Nackenfaltenmessung
    Mit dem Lebensalter der Mutter steigt auch das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer Chromosomstörung. Zumeist tritt eine Trisomie 21 („Down-Syndrom“) auf. Der Wunsch einer frühen, individuellen Risikoabschätzung wird altersunabhängig immer lauter. Das Ersttrimesterscreening (ETS) umfasst dabei die Messung der Nackenfalte (NT, Flüssigkeitsansammlung unter der Haut des kindlichen Nackens) sowie die Bestimmung zweier schwangerschaftsassoziierter Hormone (aus dem mütterlichen Blut). Es erlaubt eine individuelle Risikoberechnung für das Bestehen einer Trisomie 21 in der Schwangerschaft, da 80% der Kinder mit Trisomie 21 eine auffällig verdickte NT im Ultraschall aufzeigen. Die Treffsicherheit erhöht sich durch die Kombination mit der Hormonanalyse auf 95%. Die NT-Messung wird nur bestimmten Zeiträumen der Schwangerschaft von 11+0 bis 13+6 Wochen durchgeführt.
  • NIPT (Nicht-Invasiver Pränataltest)
    Darüber hinaus können chromosomale Störungen des Kindes durch nichtinvasive Tests mittels einfacher Blutentnahme bei der Mutter durchgeführt werden. Dabei werden durch ein aufwendiges Verfahren kindliche DNS Bruchstücke im mütterlichen Blut erkannt und so die Zahl der fetalen Chromosomen bestimmt. Die Tests können ab der 9+0 SSW abgenommen werden.
  • Invasive Diagnostik
    Falls die oben beschriebenen Untersuchungen zweifelhafte oder verdächtige Ergebnisse ergeben oder wenn durch Vorgeschichten der Verdacht auf eine genetische Erkrankung besteht, wird eine invasive Diagnostik (Chorionzottenbiopsie / Amniozentese = Fruchtwasseruntersuchung) empfohlen, wobei die Erbinformation kindlicher Zellen genetisch untersucht wird. Der 100%ige Ausschluss einer chromosomalen Störung ist nur durch eine dieser Methoden möglich. Es besteht ein minimales Risiko für eine Fehlgeburt im Zuge der Eingriffe

Für die Entwicklung Ihres Kindes ist es wichtig, dass Ihre Schilddrüse während der Schwangerschaft gut und richtig eingestellt ist. Leider ist die Schilddrüsenkontrolle kein standardmäßiger Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien. Sprechen Sie uns an – insbesondere bei Vorerkrankungen.

Besonders im 4D-Ultraschall kann Ihr Kind auf beeindruckende Art und Weise plastisch und in seinen Bewegungen betrachtet werden. So kann zum einen die fetale Entwicklung des Kindes noch besser beurteilt werden und zum anderen die Morphologie des kindlichen Gesichtes besser als im zweidimensionalen Ultraschall beurteilt werden. Dies ist vor allem beim Ausschluss von Kiefer-Lippen-Gaumenspalten dienlich. Wir freuen uns Ihnen zusätzlich zu herkömmlichen Ultraschalluntersuchungen 3- und 4-Dimensionale Ultraschall anbieten zu können.

Stammzellen im Nabelschnurblut sind sehr wertvoll, da sie bei der Behandlung von rund 80 Krankheiten eingesetzt werden können. Sie können direkt nach der Geburt im Kreissaal entnommen und aufbewahrt werden. Bezüglich der Aufbewahrung der Zellen gibt es sowohl gemeinnützige als auch private Anbieter. Sprechen Sie uns bei Interesse an – wir beraten Sie gerne rechtzeitig während der Schwangerschaft.

Streptokokken der Gruppe B im Genitalbereich lassen sich bei 20-36 % der schwangeren Frauen finden. In der Regel sind diese Bakterien harmlose Besiedler der Vaginalschleimhaut. Bei Schwangeren Frauen jedoch könnte sich das Neugeborene bei der Geburt damit infizieren, was beim Kind kurz nach der Geburt oder nach 1-6 Wochen schwere Infektionen zur Folge haben könnte. Aufgrund dessen hat die Fachgesellschaft der Deutschen Gynäkologen Empfehlungen zur Vorbeugung gegen diese so genannte neonatale B-Streptokokkeninfektion gegeben.

Bei der Vorbeugung gegen die B-Streptokokkeninfektion sollte unbedingt im Vorfeld eine ausführliche Befragung durch Ihren Arzt erfolgen. Die Untersuchung erfolgt lediglich durch einen vaginorektalen Abstrich und sollte zwischen der 35. Und 38. Schwangerschaftswoche erfolgen. Sprechen Sie uns an!

Die Akupunktur ist eine der ältesten medizinischen Heilverfahren und verläuft in geschulter Hand praktisch ohne Nebenwirkungen, ist jederzeit wiederholbar und kann auch neben anderen Behandlungsverfahren eingesetzt werden. Geburtsvorbereitende Akupunktur verkürzt die Eröffnungsphase der Geburt nachweislich signifikant. Die Akupunktur kann ab der 37. SSW erfolgen – sprechen Sie uns bei Interesse an.

Seit 2013 empfiehlt die WHO das einstufige Testverfahren, das heißt die direkte Durchführung des „großen Blutzuckertests“ bei allen Schwangeren. Bereits 90% der europäischen Länder folgen dieser Empfehlung. Es gilt als erwiesen, dass im Rahmen des zweistufigen Testverfahrens, bei dem zunächst nur der „kleine Blutzuckertest“ durchgeführt wird, ein beträchtlicher Teil der an Schwangerschaftsdiabetes erkrankten Mütter fälschlicherweise als „gesund“ eingestuft werden. Da ein zu spät oder unerkannter Schwangerschaftsdiabetes mit erheblichen Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, sowie negativen Gesundheitsfolgen für Mutter und Kind einhergehen kann, schließen sich auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe der WHO-Empfehlung an. Sprechen Sie uns gerne an, falls Sie primär den großen Blutzuckertest durchführen lassen wollen.

https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/09_Presse/Pressemitteilungen/2020/20200910-PM_DDG_Gestationsdiabetes_Stellungnahme_Nature_Studie_F.pdf

Nach deR Geburt

Herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, viel Glück und Gesundheit!

Vereinbaren Sie einen Kontrolltermin 6-8 Wochen nach der Geburt zur Abschlussuntersuchung. Hierbei werden wichtige Themen wie Beckenbodentraining und Verhütung besprochen. Die anschließende Kontrolle erfolgt dann 3 Monate nach der Geburt zur ersten Krebsvorsorgeuntersuchung.

Sollte es Ihnen in den ersten zwei Wochen nach der Geburt nicht gut gehen, zögern Sie nicht, uns anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Wir beraten Sie gerne zu den Themen Stillprobleme, Erschöpfung und depressive Verstimmung („Baby Blues“), Schmerzen im Bereich von Geburtsverletzungen oder der Kaiserschnittnaht. Sprechen Sie uns bitte an.