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STIKO empfiehlt Corona-Impfung für Schwangere und Stillende

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15.09.2021

Nach monatelangem Drängen der gynäkologischen Fachverbände auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen gibt es jetzt einen Durchbruch.

Junge Frau erhält Corona-Impfung

Nach Bewertung der vorhandenen Evidenz spricht sich die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) nun in einem neuen Beschlussentwurf für die COVID-19-Impfung von bisher nicht oder unvollständig geimpften Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie von nicht oder unvollständig geimpften Stillenden mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs aus. Darüber hinaus empfiehlt die STIKO ausdrücklich allen noch nicht oder unvollständig Geimpften im gebärfähigen Alter die Impfung gegen COVID-19, damit bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft ein sehr guter Schutz vor dieser Erkrankung besteht.

Gynäkologische Fachverbände begrüßen eindeutige Impfempfehlung

„Wenngleich die Impfempfehlung im Vergleich zu anderen Ländern spät ausfällt, begrüßen wir das Ergebnis der STIKO außerordentlich. Die Empfehlung ist komplett in unserem Sinne – die wissenschaftliche Begründung sehr faktengesättigt, zumal auch bisher unveröffentlichte Daten des RKI eingegangen sind. Nun können FrauenärztInnen ihre Patientinnen über die Vorteile des Impfschutzes beraten und eine Immunisierung gegen COVID-19 vollumfänglich sachlich fundiert empfehlen.“ Prof. Dr. Ekkehard,  Schleußner, Leiter der Autorengruppe für die Impfempfehlungen der Gynäkologischen Fachverbände.

Die aktualisierte STIKO-Empfehlung basiere auf einer systematischen Aufarbeitung der in den letzten Wochen verfügbar gewordenen Daten zum Risiko von schweren COVID-19 Verläufen in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit einer COVID-19-Impfung bei Schwangeren und Stillenden, heißt es in einer Mitteilung des Robert Koch-Instituts vom 10. September. 

Der Beschlussentwurf mit dazugehöriger ausführlicher wissenschaftlicher Begründung ist in das zugehörige Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und den beteiligten Fachkreisen gegangen. Die endgültige Empfehlung der STIKO erscheint nach Abschluss des Verfahrens und nachfolgender erneuter Beratung der STIKO zeitnah im Epidemiologischen Bulletin – dies wird für die Kalenderwoche 37 angestrebt. Änderungen der neuen Empfehlung sind daher bis zu diesem Zeitpunkt noch möglich.

Weiterführende Informationen:

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)

Autor/Autoren: äin-red

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