Alternative Hilfen – TCM und Akupunktur
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) beruht auf jahrtausende alter Erfahrungen chinesischer Therapeuten. Diese versuchten die Gesamtheit aller Naturerscheinungen und damit auch Zusammenhänge im Menschen nach möglichst einfachen Prinzipien zu ordnen. Es entstanden das Gegensatzpaar von Yin und Yang sowie das Meridiansystem zum Fluß der Lebensenergie Chi.
Bei der Akupunktur wird über ausgewählte Punkte der Haut und tiefer liegender Schichten ein Einfluß auf Regelsysteme des Körpers ausgeübt. Nach der chinesischen Lehre entstehen Krankheiten durch einen Überschuß oder Mangel an Lebensenergie Chi in einzelne Körperregionen. Durch die Akupunktur wird der Energiefluß wieder normalisiert, die Beschwerden gebessert. Dies geschieht durch Reizung der Akupunkturpunkte mit feinen Nadeln oder Erwärmen mit Moxazigarren.
Man kann damit Frauen mit Problemen aus der Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie Frauen und Männer zur Schmerztherapie behandeln. Vor Beginn der Behandlung besprechen wir zunächst Ihre Beschwerden und untersuchen Sie. Dann erstellen wir ein Behandlungskonzept und legen die nötigen Akupunkturpunkte fest.
An dieser Stelle werden ca. fünf bis zehn feine sterile Einmalnadeln durch die Haut geführt. In der Tiefe ist an bestimmten Punkten ein deutliches Druckgefühl – das „De Chi“ zu spüren. Nun entspannen Sie sich sitzend oder liegend etwa 20 Minuten. Danach werden die Nadeln entfernt.
Auch der Einsatz in der Geburtshilfe ist vielfältig. Hier ist die Akupunktur besonders hilfreich, da viele Probleme schulmedizinisch nur schwer in den Griff zu bekommen sind und eine medikamentöse Therapie nicht unproblematisch ist.
Anwendungsbereiche während der Schwangerschaft:
- Schwangerschaftserbrechen und -übelkeit
- Rückenschmerzen
- Zur Vorbereitung und Erleichterung der Geburt
- Gefühlsstörungen in den Händen
- Stillprobleme
- Gelenksschmerzen
- Leichte Formen von vorzeitigen Wehen, Gestose
Gynäkologische Störungen, bei denen die Akupunktur eingesetzt wird sind u.a.:
- Regelschmerzen
- PMS (prä-menstruelles Syndrom)
- Zyklusstörungen
- Chronischer Ausfluß
- Klimakterische Beschwerden
- Migräne
Allgemeine Störungen, die mittels Akupunktur behandelbar sind:
- Schmerzen aller Art
- Schwächezustände, vor allem in Kombination mit Kräuterbehandlung
- Regulationsstörungen im Körper
Es ist zu beachten, daß akute Beschwerden relativ schnell auf die Behandlung reagieren. Chronische Probleme dagegen durch eine Umstimmung des Körpers nur langsam. Daher werden Akupunkturbehandlungen im akuten Fall alle 2-3 Tage durchgeführt, bei chronischen Beschwerden wöchentlich. Eine Behandlung umfaßt im Regelfall eine Serie von 10 Sitzungen. Dann sollte eine Pause erfolgen, damit Ihr Körper ein neues Gleichgewicht finden kann.
Akupunkturbehandlungen sind im Regelfall keine Kassenleistungen. Sie erhalten dafür eine Rechnung, die sich nach der ärztlichen Gebührenordnung richtet. In Einzelfällen erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Gebühr, wenn vor Beginn der Behandlung ein Antrag genehmigt wurde. Die aktuellen Sätze erfahren Sie an unserer Anmeldung.
